Unter Derivation versteht man die Ableitung neuen lexikalischen Materials, die dadurch gekennzeichnet ist, dass ein bestehendes Wort (bzw. einen Wortstamm, z.T. auch ein einzelnes Morphem) durch ein weiteres Morphem verändert wird. Auch die Abänderung des Ausgangswortes/-morphems ist denkbar. Diese Form der Derivation findet sich u.a. häufig im Deutschen (vgl. die Wörter fliegen und Flug). Die wohl häufigste und produktivste Form der Derivation dürfte in den großen indoeuropäischen Sprachen (also germanische, romanische und slawische Sprachen) die Affigierung sein.
Schriftlichkeit und Mündlichkeit beschreiben auf einer vordergründigen Ebene das Medium einer Aussage: Eine schriftliche Aussage liegt in graphemischer Form vor, eine mündliche in phonetischer. Darüber hinaus ist jedoch eine Unterscheidung zwischen Schriftlichkeit und Mündlichkeit im Bereich der Konzeption möglich. Diese Unterscheidung geht grundlegend auf die Arbeit von Koch und Oesterreicher zurück.
Mit Latinismen bezeichnet man allgemein Wörter, die aus dem Lateinischen in eine andere Sprache übernommen wurden. Dabei sind Latinismen zwar häufig auf die Lexik fixiert (lexikalische Latinismen), doch auch in anderen Bereichen der Sprache sind Latinismen möglich. In der Regel geht man davon aus, dass ein Latinismus in der aufnehmenden Sprache noch mehr oder weniger als solcher zu erkennen ist, also in der aufnehmenden Sprache einen gewissen Grad an ‚Fremdheit‘ aufweist.
Das Akronym NLP steht für Natural Language Processing und bezieht sich auf die Verarbeitung natürlicher Sprache durch Computersysteme. Dabei speist sich NLP aus dem Wissen und aus Verfahren verschiedener Disziplinen. Die zentrale Disziplin dürfte die Computerlinguistik als solche sein. Aber auch Verfahren des maschinellen Lernens bzw. der künstlichen Intelligenz spielen eine Rolle, ebenso wie Aspekte der Datenverarbeitung, z.B. in Form der Datenbanktheorie oder durch die Online-Verarbeitung von Streams (Datenströmen), also die Verarbeitung von Daten ohne (dauerhafte) Speicherung.
In der Phonologie steht der Begriff Sonorität für die Schallfülle einer Lauteinheit. Das Gegenteil von Sonorität ist Obstruktion, wobei beide Aspekte komplementär zueinander sind. Eine Lauteinheit mit hoher Sonorität ist von geringer Obstruktion gekennzeichnet; eine Lauteinheit mit geringer Sonorität ist von hoher Obstruktion gekennzeichnet.
Die Sprechakttheorie ist der linguistischen Pragmatik zuzuordnen und befasst sich somit mit sprachlichem Handeln im weitesten Sinne. Insbesondere beschäftigten sich die beiden Philosophen John L. Austin und John R. Searle in den frühen 1960er bzw. 1970er Jahren mit der Frage nach sprachlichen Handlungen und entwickelten Beschreibungsmöglichkeiten dafür: die Sprechakttheorie.
Die Begriffe Thema und Rhema und deren Anwendung auf Sätze bzw. weiter gefasst Texte im Sinne der Textlinguistik gehen v.a. auf die Prager Schule zurück. Während das Thema eines Satzes eine bereits bekannte Information darstellt (über die eine Aussage getroffen wird), bezeichnet man mit Rhema eine neue Information.
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